World Series of Poker

Dennis Oderwald 4. Dezember 2009 0

Passionierte Pokerspieler, sowie auch unerfahrene Anfänger im Poker-Sport träumen für gewöhnlich davon, einmal im Leben an der legendären World Series of Poker (kurz WSOP) teilzunehmen und gegen ihre großen Idole anzutreten. Als unangefochtene Weltmeisterschaft des Pokerns bildet die WSOP die wohl wichtigste Veranstaltung der internationalen Poker-Szene und lockt jedes Jahr zahllose Poker-Fans nach Las Vegas, die Hauptstadt des Glücksspiels.

Die Idee für die mittlerweile legendäre World Series of Poker entstand bereits im Jahre 1949 durch einen sage und schreibe fünfmonatigen Pokermarathon, den Benny Binion zwischen Johnny Moss und Nicholas Dandolos, der „Nick the Greek“ genannt wurde, veranstaltete. Aufgrund des enormen Interesses in der Bevölkerung entschloss sich Binion schließlich dazu, weitere Pokerturniere zu organisieren.

Die erste World Series of Poker fand jedoch erst einige Jahre später, genau genommen 1970, statt. Benny Binion vereinte die damaligen Giganten des internationalen Poker-Sports an einem Tisch und veranstaltete in seinem eigenen Casino, dem legendären „Binion’s Horseshoe“, die erste WSOP. Obwohl hieran nur sieben Spieler teilnahmen, war dieses Turnier der Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte.

Wurde der Weltmeister bei der ersten World Series of Poker 1970 noch von seinen Mitspielern gewählt, findet nun seit 1971 der sogenannte Freeze Out Modus Anwendung. Folglich scheidet ein Spieler aus dem Turnier aus, sobald er keine Chips mehr vor sich liegen hat. Derjenige, der am Ende alle Chips besitzt, wird dann zum Sieger der WSOP gekürt und darf sich durchaus auch Poker-Weltmeister nennen.

Im Laufe der Jahre wuchs das allgemeine Interesse an der World Series of Poker, sodass immer mehr Menschen hier ihre spielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen wollten. Mit den Teilnehmerzahlen wuchsen auch das Medieninteresse und die Anzahl der Veranstaltungen, die im Rahmen der WSOP stattfanden. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese Turnierreihe heutzutage nicht mehr aus der Welt des Poker-Sports wegzudenken ist und weltweit ein riesiges Publikum erreicht.

Spätestens durch den Sieg von Chris Moneymaker im Jahre 2003 wurde die World Series of Poker auch der breiten Masse bekannt und sorgte so dafür, dass der Poker-Sport allmählich gesellschaftsfähig wurde. Die Tatsache, dass Moneymaker als Amateur das Main Event für sich entscheiden und unglaubliche 2.500.000 US-Dollar mit nach Hause nehmen konnte, löste einen regelrechten Boom aus, der noch heute anhält. Infolgedessen entdeckten immer mehr Menschen das Pokern für sich und träumen seitdem von dem ganz großen Gewinn.

Zusätzlich zu den satten Preisgeldern, die es alljährlich bei der World Series of Poker in Las Vegas zu gewinnen gibt, erhält jeder Spieler, der eines der zahlreichen Turniere für sich entscheiden konnte, eines der begehrten Bracelets. Dieses in Form einer Armbanduhr gegossene Armband besitzt nicht nur einen ideellen Wert, sondern ist aus purem Gold. Folglich handelt es sich hierbei um eine schöne und gleichzeitig äußerst wertvolle Trophäe.

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